MultiversX (EGLD) Prognose

Von CMC AI
12 June 2026 08:32PM (UTC+0)
TLDR

Der zukünftige Weg von EGLD hängt davon ab, wie gut es gelingt, die umstrittene Inflation mit echten Nutzensteigerungen im Alltag in Einklang zu bringen.

  1. Änderung der Tokenomics – Ein neues Inflationsmodell mit etwa 9,47 % jährlicher Inflation soll das Netzwerk sichern, birgt aber das Risiko, den Wert zu verwässern, falls die Nutzung nicht schnell genug wächst.

  2. Treiber der Akzeptanz – Sovereign Chains und die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) könnten langfristig die Nachfrage nach EGLD als Abwicklungswährung steigern.

  3. Abnehmende Marktzugänglichkeit – Kürzliche Delistings an Börsen verringern die Liquidität und Zugänglichkeit, was kurzfristig belastend wirkt.

Ausführliche Analyse

1. Tokenomics & Inflationsmodell (Gemischte Auswirkungen)

Überblick: Im Oktober 2025 wurde durch eine Governance-Entscheidung ein „wirtschaftlicher Neustart“ umgesetzt, der die feste Obergrenze von 31,4 Millionen EGLD aufhob und stattdessen eine jährliche Inflation von rund 9,47 % einführte. Dem steht ein 10%iger Verbrennungsmechanismus auf Validator-Gebühren gegenüber, wobei 90 % der Gebühren an Entwickler fließen. Ziel ist es, Validatoren nachhaltig zu belohnen und das Ökosystem zu finanzieren. Allerdings wird damit das ursprüngliche Versprechen der Knappheit gebrochen (Coinspeaker).

Bedeutung: Dies führt zu einem Spannungsfeld beim Preis. Die hohe Inflation könnte durch den Verkauf von Belohnungen durch Validatoren dauerhaften Verkaufsdruck erzeugen, besonders wenn die Netzwerkgebühren niedrig bleiben. Steigt jedoch die Nutzung stark an und übersteigen die verbrannten Gebühren die neue Ausgabe, könnte EGLD deflationär werden – ein starkes positives Signal. Kurzfristig hat dies jedoch zu negativer Stimmung und Kontroversen in der Community geführt.

2. Sovereign Chains & RWA-Akzeptanz (Positive Auswirkungen)

Überblick: Die Sovereign Chain-Architektur von MultiversX ermöglicht es Unternehmen, eigene, regelkonforme Blockchains zu starten, die EGLD als obligatorische Sicherheit und Abwicklungswährung nutzen. Das Netzwerk arbeitet aktiv an der Tokenisierung realer Vermögenswerte wie Immobilien und CO2-Zertifikaten. Das Upgrade „Supernova“ Ende 2025 brachte eine finale Transaktionsbestätigung in unter einer Sekunde, was für institutionelle Nutzer entscheidend ist (BydFi).

Bedeutung: Ein Erfolg in diesem Bereich würde die Nachfrage nach EGLD direkt erhöhen und den Wert an das Wachstum eines sicheren und interoperablen Ökosystems koppeln. Dies ist ein langfristiger, vielversprechender Wachstumstreiber. Die Entwicklung der Sovereign Chains und das Volumen der RWA-Transaktionen sind wichtige Indikatoren zur Überprüfung dieser Prognose.

3. Börsenunterstützung & Liquidität (Negative Auswirkungen)

Überblick: Der Marktzugang hat sich verschlechtert. Binance hat das EGLD/ETH-Handelspaar am 12. Juni 2026 wegen geringer Liquidität entfernt (TokenPost). Bereits Anfang 2026 hatten Bitfinex und KuCoin EGLD aus dem Margin- und Spot-Handel genommen (Bitfinex, KuCoin).

Bedeutung: Weniger Börsenunterstützung bedeutet eine kleinere Käuferbasis, geringere Liquidität und potenziell höhere Kursschwankungen. Dies zeigt ein nachlassendes Interesse von institutionellen und privaten Anlegern und stellt kurzfristig eine Belastung für die Preisentwicklung dar. Händler sollten auf neue größere Börsennotierungen achten, die diesen Trend umkehren könnten.

Fazit

Die Perspektive für EGLD ist zweigeteilt: Kurzfristig belasten Inflation und geringere Liquidität den Kurs, während langfristig die Vision besteht, als Abwicklungsschicht für tokenisierte Vermögenswerte zu dienen. Für Anleger heißt das: Geduld ist gefragt, bis das Netzwerk seinen Nutzen unter Beweis stellt und die Verwässerung ausgleicht.

Wird das steigende Transaktionsvolumen durch Sovereign Chains ausreichen, um die Tokenomics von EGLD deflationär zu drehen?

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